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Géza Anda


(26.06.2009 - 18:22:40 Uhr)
Die Gewinner des Concours Géza Anda 2009 sind:

1. Preis:
Jinsang LEE, Südkorea

2. Preis:
Alexey ZUEV, Russland

3. Preis:
Tatjana KOLESOVA

Mozart-Preis: Jinsang LEE
Schumann-Preis: Jinsang LEE
Publikumspreis: Jinsang LEE

Kehl-Förderpreis: Takashi SATO, Japan

Sonderpreise der Géza Anda-Stiftung:
Roberto PLANO, Italien
Daniil TSVETKOV, Russland

NZZ vom 18. Juni 2009

(...) Jinsang Lee ist ein intelligenter Musiker mit Ausstrahlung, der in jedem Moment genau weiss, was er tut, und nie die Kontrolle darüber verliert.

Er zeigt analytisch, wie er eine Partitur versteht, stellt ihre Besonderheiten und Feinheiten dar und kann dennoch ein Werk aus einem Guss interpretieren. Frappierend, wie genau er seinen Klang mit dem Orchester verbindet; Balance und Farbmischung sind immer stimmig. Dass es Stellen gab, wo er nicht ganz präzise mit dem Orchester zusammen war, lag in diesem Fall am Dirigenten. Lee hatte schon am Samstag zuvor in der Mozart-Runde überzeugt, wo er mit dem Zürcher Kammerorchester und seinem schwungvollen Chef Muhai Tang das G-Dur-Klavierkonzert KV 453 mit modernem, sprechendem Interpetationsansatz und geschmackvollen Verzierungen ausgesprochen eigenwillig - ein Risiko bei einem Wettbewerb - und packend dargestellt hatte. Er war einfach in jeder Beziehung eine Klasse besser als alle andern. Somit räumte er auch bei den übrigen Preisen ab und gewann zusätzlich den Mozart-Preis des ZKO, den Preis für die beste Schumann-Interpretation und auch selbstversändlich - der Jubel nach seinem Brahms-Konzert liess da keinen Zweifel offen - den Publikumspreis. (...) - Alfred Zimmerlin

PRESSEMITTEILUNG

Der 1981 in Südkorea geborene und in Deutschland lebende Pianist Jinsang Lee ist der Gewinner des 11. Conocours Géza Anda in Zürich; an ihn ging auch der vom Zürcher Kammerorchester vergebene Mozart-Preis. Ferner sprach ihm das Zürcher Konzertpublikum den von der Privatbank IHAG Zürich AG gestifteten Publikumspreis zu. Schliesslich erhielt Jinsang Lee auch den von Artists Management Company AG, Zürich, gesponserten Schumann-Preis. Der zweite Preis ging an den aus Russland stammenden 27-jährigen Alexei Zuev. Den dritten Preis gewann die 24-jährige Russin Tatjana Kolesova. Die Géza anda-Sitftung vergab zwei SOnderpeise an den Italiener Roberto Plano und den Russen Daniil Tsvetkov. Der Kehl-Förderpreis ging an den Japaner Takashi Sato.

Die vierte und letzte Prüfung mit den drei Finalisten, die vom Tonhalle-Orchester Zürich unter Eivind Gullberg-Jensen begleitet wurden, fand am Dienstagabend, 16. Juni 2009, vor einem begeisterten Publikum im ausverkauften Zürcher Tonhalle-Saal statt. Auf dem Programm standen Beethovens Klavierkonzerte Nr. 4 (Kolesova) und Nr. 5 (Zuev) sowie das erste Klavierkonzert von Johannes Brahms (Lee).

Der aus renommierten Persönlichkeiten zusammengesetzten Jury unter dem Vorsitz von Jonathan Nott (England) gehörten die Pianisten Pietro De Maria (Italien), Markus Hinterhäuser (Oesterreich), Oleg Maisenberg (Russland), Alain Planès (Frankreich), Gérard Wyss (Schweiz) und der Feuilletonchef der NZZ, Dr. Martin Meyer, an.

32 PianistInnen aus 17 Ländern stellten sich vom 6. bis 16. Juni 2009 den Prüfungen. Die Preisträger erhalten neben zahllosen Konzertauftritten Geldbeträge von insgesamt CHF 80\\\'000.- und kommen in den Genuss eines dreijährigen kostenlosen Konzertmanagements. Das Schlusskonzert wurde von Radio DRS2 aufgezeichnet und wird über Euroradio europaweit ausgestrahlt.

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